Nachhaltigkeitsaktivitäten

Nachhaltigkeitsaktivitäten des Schokoldenmuseums in Köln

Was sind SDGs?

Im Herbst 2015 haben die vereinten Nationen eine globale Nachhaltigkeitsagenda verabschiedet. Das Ziel der Agenda 2030 ist die Schaffung einer friedlichen und nachhaltigen Gesellschaft. Den Kern der Vereinbarung bilden die 17 Nachhaltigkeitsziele (SDGs), die die Bereiche aufführen, in denen nachhaltige Entwicklung gestärkt und verankert werden muss. Dazu gehören beispielsweise „Keine Armut“, „Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum“, „Nachhaltiger Konsum und Produktion“ oder „Maßnahmen zum Klimaschutz“.
Von besonderer Bedeutung ist das Ziel „Hochwertige Bildung“, das die Grundlage für das Erreichen aller anderen Ziele ist. Das Ziel von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) ist es, über ökonomische, ökologische und soziale Zusammenhänge zu informieren. Dadurch sollen Menschen befähigt werden, verantwortungsvoll zu entscheiden und zu handeln. BNE ist fester Bestandteil des Museumsleitbildes und die Grundlage unserer pädagogischen Arbeit. In unseren Bildungsangeboten und Ausstellungen werden unsere Museumsgäste über die Arbeits- und Lebensbedingungen der Kakaobäuerinnen und -bauern informiert. Wir erläutern die ökologischen Folgen des Kakaoanbaus und das weiterhin ungelöste Problem der ausbeuterischen Kinderarbeit.

Kakaobohnen - Schokomuseum Köln

Präambel

Das Schokoladenmuseum ist und bleibt einer der wichtigsten Anziehungspunkte für alle Kölner und Touristen von nah und fern. Daraus leiten wir unsere Verantwortung als Multiplikator zum Thema nachhaltige Entwicklung ab.
Im Rahmen der Agenda 2030 haben die Vereinten Nationen 17 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung definiert. Wir im Schokoladenmuseum fühlen uns verpflichtet unseren Beitrag zur Erreichung dieser Ziele zu leisten.

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Klimaneutrales Museum
Mit konkreten Maßnahmen wie der Nutzung von Ökostrom, biologisch abbaubaren Verpackungen, der Stilllegung von CO2 Emissionsrechten und der Unterstützung eines Aufforstungsprojekts in Mexiko erreichen wir sogar, dass das Schokoladenmuseum bereits 2020 eine positive Klimabilanz aufweist! Als zertifizierte Bildungsstätte für nachhaltige Entwicklung werden die Themen Klimaschutz und Erhaltung der Ökosysteme zentrale Inhalte der Ausstellungen und Führungen.

Mit dem klimapositiven Schokoladenmuseum wollen wir ein Zeichnen setzen. Wir hoffen, dass wir dadurch Sie und andere motivieren bewusster zu handeln und nach CO2-Einsparmöglichkeiten zu suchen. Wir möchten mit gutem Beispiel vorangehen und das Thema der CO2-Kompensation durch Wiederaufforstung bekannt machen und dazu beitragen, dass der Klimaschutz dauerhaft ein Thema bleibt.

Kooperation mit Plant-for-the-Planet
Eine enge Partnerschaft verbindet das Schokoladenmuseum mit dem Verein Plant-for-the-Planet, der es sich zum Ziel gemacht hat, die Klimakrise durch das Pflanzen von Bäumen zu bekämpfen. Wir unterstützen diese Maßnahme, indem wir jährlich 33.300 Bäume auf der Halbinsel Yucatan in Mexiko pflanzen lassen. Darüber hinaus veranstalten das Schokoladenmuseum und Plant-for-the-Planet ganztägige Akademien, bei denen Kinder zu Botschaftern für Klimagerechtigkeit ausgebildet werden.

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Tropenwaldstiftung OroVerde
Bereits seit vielen Jahren kooperiert das Schokoladenmuseum mit der Tropenwaldstiftung OroVerde in Bonn. Seit 2012 unterstützt das Schokoladenmuseum mit dem Verkauf von Schokolade aus einem „historischen“ Schokoladenautomaten in der kulturgeschichtlichen Ausstellung die Arbeit der Stiftung. Über 40.000,00 € hat das Schokoladenmuseum seitdem für die Arbeit von OroVerde bereitgestellt.

Aktuell kommen die Spenden dem Projekt „Bio-Kakao aus dem Regenwald“ der Tropenwaldstiftung OroVerde in Guatemala zu Gute. Im Rahmen von Pflanzaktionen mit den Kleinbauern entsteht neuer Regenwald. Im Schatten dieser Bäume werden Bio-Kakao und weitere Nahrungsmittel angepflanzt. Die Kleinbauern werden zudem in ökologischen Anbaumethoden geschult. Somit können sie auf weniger Fläche mehr gesunde Nahrung produzieren und die Bodenfruchtbarkeit auf lange Sicht erhalten. Die Menschen vor Ort haben einen direkten Nutzen vom neu entstandenen Regenwald, da sie mit dem Verkauf der Produkte ein kleines Einkommen erzielen können – und nebenbei entsteht der wertvolle Rohstoff für Bio-Schokolade. Nach mehreren Jahren Arbeit ist es jetzt soweit: Die erste Regenwald-Schokolade aus den Kakaobohnen der Kleinbauern in Guatemala gibt es zu kaufen, hergestellt in der Schokoladenmanufaktur Georgia Ramon.

Forum Nachhaltiger Kakao
Das Schokoladenmuseum ist seit 2012 Mitglied im Forum Nachhaltiger Kakao, ein Zusammenschluss von Bundesministerien, Unternehmen der Süßwarenindustrie, des Handels und der Zivilgesellschaft. Gemeinsam verfolgen sie als sogenannte Multistakeholder-Initiative das Ziel, die Lebensumstände der Kakaobauern und -bäuerinnen und ihrer Familien zu verbessern sowie den Anbau und die Vermarktung von nach Nachhaltigkeitsstandards zertifiziertem Kakao zu erhöhen. Dafür engagieren sich die Mitglieder des Forums in enger Zusammenarbeit mit den Regierungen der kakaoproduzierenden Länder.

Ein zentrales Ziel des Forums ist die Verbesserung der Lebensumstände der Kakaobauern und ihrer Familien sowie die Sicherung ihres Lebensunterhalts. Durch die Teilnahme an den Arbeitsgruppen des Forums nimmt das Schokoladenmuseum an der laufenden Diskussion teil. Darüber hinaus unterstützen wir die Bildungsarbeit des Forums durch fachliche Beratung und die Durchführung von Bildungsveranstaltungen, wie beispielsweise auf der Grünen Woche in Berlin.