Präambel

Das Schokoladenmuseum und nachhaltiges Handeln

Das Schokoladenmuseum Köln zählt zu den bekannten Kultur- und Bildungseinrichtungen der Stadt. Jährlich besuchen hunderttausende Menschen unsere Ausstellung rund um Kakao und Schokolade. Diese Reichweite nutzen wir, um Informationen zu ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Aspekten der Kakao- und Schokoladenproduktion verständlich und ausgewogen zu vermitteln.

Im Rahmen der Agenda 2030 haben die Vereinten Nationen 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung definiert. Für unsere Arbeit sind unter anderem die Ziele zu Ernährungssicherung, menschenwürdiger Arbeit, nachhaltigem Konsum und Produktion sowie Klimaschutz besonders relevant.

Wir möchten im Rahmen unserer Möglichkeiten dazu beitragen, diese Ziele bekannter zu machen und konkrete Verbesserungen in unserem Einflussbereich anzustoßen.

Für den Betrieb des Museums benötigen wir Energie, Warenlieferungen und Materialien, außerdem entstehen Abfälle. Diese Aktivitäten verursachen Treibhausgasemissionen sowie weitere Umweltwirkungen. Wir erfassen und überprüfen relevante Verbrauchsdaten schrittweise, um Einsparpotenziale zu identifizieren und geeignete Maßnahmen zur Reduzierung unserer Umweltwirkungen umzusetzen.

Unser Ziel ist es, die betrieblichen Treibhausgasemissionen des Museums kontinuierlich zu senken. Über Fortschritte, Maßnahmen und noch bestehende Herausforderungen berichten wir regelmäßig in unserer Nachhaltigkeitskommunikation. Aussagen zu Zielerreichung, Klimawirkung oder Emissionsminderung beziehen sich jeweils auf die verfügbaren Daten, den angegebenen Zeitraum und die beschriebenen Systemgrenzen.

Wir vermitteln nicht nur die Genuss- und Kulturgeschichte der Schokolade, sondern auch die komplexen sozialen, ökonomischen und ökologischen Zusammenhänge entlang der Lieferkette. Dabei achten wir darauf, Herausforderungen, Zielkonflikte und Lösungsansätze differenziert darzustellen.

Viele Besuchende interessieren sich für die Herkunft von Kakao und Schokolade und für die Auswirkungen des eigenen Konsumverhaltens. Unsere Angebote unterstützen sie dabei, Informationen einzuordnen und bewusste Entscheidungen zu treffen.

In Ausstellung und Bildungsangeboten informieren wir über Arbeits- und Lebensbedingungen in Kakaoanbauregionen sowie über ökologische Herausforderungen des Kakaoanbaus. Anhand ausgewählter Beispiele zeigen wir, welche Ansätze Unternehmen, Organisationen und Initiativen verfolgen, um soziale und ökologische Verbesserungen zu erreichen. Die Darstellung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und wird bei Bedarf aktualisiert.

Unsere Mitarbeitenden werden regelmäßig zu Themen nachhaltiger Entwicklung im Kakaoanbau und in der Schokoladenproduktion weitergebildet. Zudem streben wir langfristige Bildungspartnerschaften mit Schulen und anderen Bildungseinrichtungen an. Kooperationen mit Organisationen, die zu nachhaltiger Entwicklung in der Kakao- und Schokoladenbranche arbeiten, prüfen und gestalten wir nach fachlicher Passung und gemeinsamer Zielsetzung.

Unsere Bildungsarbeit zur nachhaltigen Entwicklung verstehen wir als Beitrag zu gesellschaftlicher Information, Reflexion und Dialog. Wir wollen transparent machen, wo Fortschritte erzielt werden, wo weiterer Handlungsbedarf besteht und welche Rolle Museen als Lernorte in der Auseinandersetzung mit globalen Lieferketten übernehmen können.