Der Schokoladenfunke

Vom karnevalistischen Urgestein zur süßen Ikone

Kamelle und Schokolädcher gehören zu den Traditionen des Kölner Karnevals und seit 2023 hat er eine besondere schokoladige Figur: den Schokoladenfunken. Die Idee dazu entstand beim Besuch der Roten Funken in Dubai. Dort trafen Sie auf Martin van Almsick, Urgestein des Schokoladenmuseums und heute Chef der Schokoladenfabrik “AL NASSMA - the first and finest arabian camel milk chocolate”. Umgesetzt wurde das Projekt nach der Reise im Schokoladenmuseum gemeinsam mit den Funken Günther Ebert und Peter Pfeil. 

Ursprünglich 2023 zum 200-jährigen Jubiläum der Kölner Funken rut-wieß erschaffen, sollte er für die fünfte Jahreszeit das werden, was der Osterhase für den Frühling ist. Mit seiner roten Uniform, der weißen Hose und dem markanten Dreispitz ist er eine Hommage an den “Roten Funken” und verbindet kölsche Karnevalstradition perfekt mit gutem Schokoladengenuss.

In seinem Geurtsjahr war der Schokofunk sogar im Einzelhandel bei REWE und HIT zu finden. Heute hat er sich zu einer echten Rarität entwickelt. Mittlerweile gibt es die hochwertige Schokoladenfigur exklusiv nur noch für Besucher des Schokoladenmuseums. Das macht ihn während der Session zu einem begehrten Sammlerstück.

Liebevoll in Handarbeit von unseren Maîtres Chocolatiers in der gläsernen Schokoladenfabrik geschminkt, ist er fast zu schade zum Essen!

Humor als Ursprung und Haltung

Um den Schokoladenfunken wirklich zu verstehen, lohnt sich ein Blick auf seine Vorbilder, die Kölsche Funke rut-wieß. Ihre Entstehung geht auf das Jahr 1823 zurück, als Köln stark unter dem Einfluss der preußischen Verwaltung stand. Das Militär wurde von vielen Bürgern als streng und humorlos empfunden. Anstatt offen zu protestieren, nutzten die Kölner den Karneval als Bühne für subtile Kritik und gründeten eine Garde, die das Militär parodierte. 

Der Name „Rote Funken“ leitet sich von den damaligen Stadtsoldaten ab. Die rote Uniformjacke gab ihnen ihren Beinamen, während „rut-wieß“ die Stadtfarben Kölns widerspiegelt. Bis heute sind die Roten Funken das älteste Traditionscorps des Kölner Karnevals und ein fester Bestandteil des Rosenmontagszugs, der Karnevalssitzungen und der offiziellen Sessionseröffnung. 

Der Schokofunk trägt diesen Geist in sich. Als süße Figur erzählt er von der kölschen Art, das Leben zu feiern, Kritik mit Leichtigkeit zu verpacken und Gemeinschaft zu leben. Er ist Karneval zum Anbeißen!

Ihr wollt mehr Karneval? Dann schau hier vorbei und erfahrt Hintergrundinfos zum Besuch des Kinderdreigestirns.

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Mein Name ist Glen, ich bin 19 Jahre und ich komme aus dem Kölner Westen. Während meiner freien Zeit nach dem Schulabschluss war ich für zwei Monate in der Marketingabteilung des Schokoladenmuseums unterwegs. Damit ihr wisst, mit wem ihr es zu tun habt, ein paar Fakten über mich: Ob auf dem Rasen (Fußball & Tennis), im Wasser (Surfen) oder im Schnee (Skifahren) – ohne Sport geht bei mir nichts. Ich bin treuer Fan des 1. FC Köln. Wer den FC liebt, weiß: Man braucht starke Nerven oder viel Schokolade – am liebsten die von Lindt. Damit bin ich hier im Museum ja quasi an der Quelle!

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