Führung für Schulklassen

Nachhaltig & fair - Schokolade & Kakao: Ohne Kakao keine Schokolade! Doch wer baut Kakao eigentlich an? Wie sieht der Alltag der Kakaobauern in den Anbauländern aus? In dieser Führung stellen wir die Arbeits- und Lebensbedingungen in den wichtigsten Anbauregionen vor. Wir erklären, wie sich das Leben der Kakaobauern verbessert hat und was darüber hinaus noch getan werden muss. Ebenso erläutern wir Siegel, Programme und Initiativen, die sich dem nachhaltigen und fairen Kakaoanbau verschrieben haben.

Schüler erfahren Wissenswertes über Aktivitäten und Aktionen der Schokoladenhersteller und des Handels. So lernen sie, was jeder Einzelne tun kann, damit sich alle an nachhaltig produzierten Schokoladenprodukten erfreuen können. Zwischendurch wird Schokolade aus nachhaltiger Kakaoproduktion probiert, die fair gehandelt wurde.
Für Sekundarstufe I und II / Dauer 60 Min. / max. 30 Pers. / Lehrer als Begleitperson hat freien Eintritt / Gruppenpreis € 60,00 + Eintritt

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Sonderausstellung: Bittere Bohne - süßes Vergnügen?

Die Ausstellung Bittere Bohne - süßes Vergnügen? des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) nimmt den Besucher mit auf eine Reise durch die Welt des Kakaos. Sie gibt Antworten auf die Fragen: Welcher Zusammenhang besteht zwischen dem Genuss von Schokolade in Europa und der Vernichtung des tropischen Regenwalds? Woran erkenne ich nachhaltig und fair produzierte Schokoladen? Und: Gibt es Schokoladen deren Genuss dabei hilft das Klima zu verbessern? Dabei werden insbesondere die Anbau- und Lebensbedingungen der Kakaobauern in Westafrika in den Blick genommen. Kakao macht Märkte und auf diese Märkte können Schoko-Fans Einfluss nehmen. Die Ausstellung ist vom 9. Juli 2019 bis 6. Januar 2020 im Schokoladenmuseum zu sehen.

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Nachhaltigkeitsinitiative

Das Schokoladenmuseum ist seit 2012 Mitglied im Forum Nachhaltiger Kakao, ein Zusammenschluss von Bundesministerien, Unternehmen der Süßwarenindustrie, des Handels und der Zivilgesellschaft. Ein zentrales Ziel des Forums ist die Verbesserung der Lebensumstände der Kakaobauern und ihrer Familien sowie die Sicherung ihres Lebensunterhalts. Durch die Teilnahme an den Arbeitsgruppen des Forums nimmt das Schokoladenmuseum an der laufenden Diskussion teil. Darüber hinaus unterstützen wir die Bildungsarbeit des Forums durch fachliche Beratung und die Durchführung von Bildungsveranstaltungen, wie beispielsweise auf der Grünen Woche in Berlin.

Darüber hinaus ist das Schokoladenmuseum Teil der Initiative Eine-Welt-Stadt-Köln. In diesem Zusammenhang haben wir die erfolgreiche Bewerbung der Stadt Köln zur „Hauptstadt des fairen Handels 2017-2019“ unterstützt. Das Schokoladenmuseum ist mit seinem Bildungsangebot Teil der städtischen Nachhaltigkeitsinitiative und informiert auch auf externen Veranstaltungen, wie beispielsweise der FairtradeNight, über das Thema Nachhaltigkeit am Beispiel von Kakao und Schokolade.

Neben der bereits oben angesprochenen Bildungsarbeit zum Thema nachhaltige Entwicklung, streben wir auch hinsichtlich unseres Gebäudemanagements Nachhaltigkeit an. Rückwirkend zum 1. Januar 2019 ist das Schokoladenmuseum klimaneutral! Im Jahr 2016 haben wir es uns zum Ziel gesetzt unser Museum bis spätestens 2023 klimaneutral zu betreiben. Mit konkreten Maßnahmen wie der Nutzung von Ökostrom, biologisch abbaubaren Verpackungen, der Stilllegung von CO2 Emissionsrechten und der Unterstützung eines Aufforstungsprojektes in Mexiko erreichen wir sogar, dass das Schokoladenmuseum bereits dieses Jahr eine positive Klimabilanz aufweist!

Kooperationen

Das Schokoladenmuseum arbeitet im Bereich der nachhaltigen Entwicklung mit zahlreichen Partnern zusammen, darunter staatliche Behörden, Unternehmen und Organisationen der Zivilgesellschaft. Unser Ziel ist es, den Nachhaltigkeitsgedanken möglichst weit zu streuen. Dazu wurden in der Vergangenheit bereits zahlreiche Ausstellungen, Führungen, Workshops und Vorträge durchgeführt.

Bereits seit einigen Jahren kooperiert das Schokoladenmuseum mit der Tropenwaldstiftung OroVerde in Bonn. Mit dem Verkauf von Schokolade aus einem „historischen“ Schokoladenautomaten in der Ausstellung wird das Projekt „Bio-Kakao aus dem Regenwald“ der Tropenwaldstiftung OroVerde in Guatemala unterstützt. Im Rahmen von Pflanzaktionen mit den Kleinbauern entsteht neuer Regenwald. Im Schatten dieser Bäume werden Bio-Kakao und weitere Nahrungsmittel angepflanzt. Die Kleinbauern werden zudem in ökologischen Anbaumethoden geschult. Somit können sie auf weniger Fläche mehr gesunde Nahrung produzieren und die Bodenfruchtbarkeit auf lange Sicht erhalten. Die Menschen vor Ort haben einen direkten Nutzen vom neu entstandenen Regenwald, da sie mit dem Verkauf der Produkte ein kleines Einkommen erzielen können – und nebenbei entsteht der wertvolle Rohstoff für Bio-Schokolade. Seit 2012 sind bereits über 40.000 € zusammengekommen. Nach mehreren Jahren Arbeit ist es jetzt soweit: Die erste Regenwald-Schokolade aus den Kakaobohnen der Kleinbauern  in Guatemala gibt es zu kaufen, hergestellt in der Schokoladenmanufaktur Georgia Ramon.