Führung für Schulklassen

Nachhaltig & fair - Schokolade & Kakao: Ohne Kakao keine Schokolade! Doch wer baut Kakao eigentlich an? Wie sieht der Alltag der Kakaobauern in den Anbauländern aus? In dieser Führung stellen wir die Arbeits- und Lebensbedingungen in den wichtigsten Anbauregionen vor. Wir erklären, wie sich das Leben der Kakaobauern verbessert hat und was darüber hinaus noch getan werden muss. Ebenso erläutern wir Siegel, Programme und Initiativen, die sich dem nachhaltigen und fairen Kakaoanbau verschrieben haben.

Schüler erfahren Wissenswertes über Aktivitäten und Aktionen der Schokoladenhersteller und des Handels. So lernen sie, was jeder Einzelne tun kann, damit sich alle an nachhaltig produzierten Schokoladenprodukten erfreuen können. Zwischendurch wird Schokolade aus nachhaltiger Kakaoproduktion probiert, die fair gehandelt wurde.
Für Sekundarstufe I und II / Dauer 60 Min. / max. 30 Pers. / Lehrer als Begleitperson hat freien Eintritt / Gruppenpreis € 60,00 + Eintritt

Info & Buchen

Nachhaltigkeitsinitiative

Das Schokoladenmuseum ist seit 2012 Mitglied im Forum Nachhaltiger Kakao, ein Zusammenschluss von Bundesministerien, Unternehmen der Süßwarenindustrie, des Handels und der Zivilgesellschaft. Ein zentrales Ziel des Forums ist die Verbesserung der Lebensumstände der Kakaobauern und ihrer Familien sowie die Sicherung ihres Lebensunterhalts. Durch die Teilnahme an den Arbeitsgruppen des Forums nimmt das Schokoladenmuseum an der laufenden Diskussion teil. Darüber hinaus unterstützen wir die Bildungsarbeit des Forums durch fachliche Beratung und die Durchführung von Bildungsveranstaltungen, wie beispielsweise auf der Grünen Woche in Berlin.

Darüber hinaus ist das Schokoladenmuseum Teil der Initiative Eine-Welt-Stadt-Köln. In diesem Zusammenhang haben wir die erfolgreiche Bewerbung der Stadt Köln zur „Hauptstadt des fairen Handels 2017-2019“ unterstützt. Das Schokoladenmuseum ist mit seinem Bildungsangebot Teil der städtischen Nachhaltigkeitsinitiative und informiert auch auf externen Veranstaltungen, wie beispielsweise der FairtradeNight, über das Thema Nachhaltigkeit am Beispiel von Kakao und Schokolade.

Neben der bereits oben angesprochenen Bildungsarbeit zum Thema nachhaltige Entwicklung, streben wir auch hinsichtlich unseres Gebäudemanagements Nachhaltigkeit an. Rückwirkend zum 1. Januar 2019 ist das Schokoladenmuseum klimaneutral! Im Jahr 2016 haben wir es uns zum Ziel gesetzt unser Museum bis spätestens 2023 klimaneutral zu betreiben. Mit konkreten Maßnahmen wie der Nutzung von Ökostrom, biologisch abbaubaren Verpackungen, der Stilllegung von CO2 Emissionsrechten und der Unterstützung eines Aufforstungsprojektes in Mexiko erreichen wir sogar, dass das Schokoladenmuseum bereits dieses Jahr eine positive Klimabilanz aufweist!

Kooperationen

Das Schokoladenmuseum arbeitet im Bereich der nachhaltigen Entwicklung mit zahlreichen Partnern zusammen, darunter staatliche Behörden, Unternehmen und Organisationen der Zivilgesellschaft. Unser Ziel ist es, den Nachhaltigkeitsgedanken möglichst weit zu streuen. Dazu wurden in der Vergangenheit bereits zahlreiche Ausstellungen, Führungen, Workshops und Vorträge durchgeführt.

Bereits seit einigen Jahren kooperiert das Schokoladenmuseum mit der Tropenwaldstiftung OroVerde in Bonn. Mit dem Verkauf von Schokolade aus einem „historischen“ Schokoladenautomaten in der Ausstellung wird das Projekt „Bio-Kakao aus dem Regenwald“ der Tropenwaldstiftung OroVerde in Guatemala unterstützt. Im Rahmen von Pflanzaktionen mit den Kleinbauern entsteht neuer Regenwald. Im Schatten dieser Bäume werden Bio-Kakao und weitere Nahrungsmittel angepflanzt. Die Kleinbauern werden zudem in ökologischen Anbaumethoden geschult. Somit können sie auf weniger Fläche mehr gesunde Nahrung produzieren und die Bodenfruchtbarkeit auf lange Sicht erhalten. Die Menschen vor Ort haben einen direkten Nutzen vom neu entstandenen Regenwald, da sie mit dem Verkauf der Produkte ein kleines Einkommen erzielen können – und nebenbei entsteht der wertvolle Rohstoff für Bio-Schokolade. Seit 2012 sind bereits über 40.000 € zusammengekommen. Nach mehreren Jahren Arbeit ist es jetzt soweit: Die erste Regenwald-Schokolade aus den Kakaobohnen der Kleinbauern  in Guatemala gibt es zu kaufen, hergestellt in der Schokoladenmanufaktur Georgia Ramon.

Nachhaltigkeit im Schokoladenmuseum

Vorwort: Annette Imhoff und Dr. Christian Unterberg-Imhoff

Liebe Freundinnen und Freunde des Schokoladenmuseums, wir sind stolz Ihnen nunmehr unseren ersten Nachhaltigkeitsbericht vorlegen zu können. Als Familienunternehmen ist eine langfristige Orientierung des unternehmerischen Handelns die wesentliche Säule unseres Erfolgs. Die vom Schokoladenmuseum entwickelten Leitsätze sind dabei eine herausragende Basis für weitreichende Aktivitäten. Informieren Sie sich...

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Nachhaltigkeitsbericht

1. Das Schokoladenmuseum

Das weltweit einzigartige Museum präsentiert facettenreich die Geschichte und Gegenwart des Kakaos und der Schokolade.Hans Imhoff, Gründer des Schokoladen-museums und Schokoladenfabrikant aus Leidenschaft, übernahm 1972 die Stollwerck-Fabrik in der Kölner Südstadt. Dort entdeckte er zufällig zum Abtransport bereitgestellte Container mit kaputten Maschinen, Verpackungsmaterialienundaltem Akten-Schrott. Sofort war ihm klar, dass er einen Schatz gefunden hatte. Diesen ließ er untersuchen, aufarbeiten und restaurieren, der Grundstock für ein Museum war gelegt.

Bis zur Eröffnung des Schokoladenmuseums zogen aber noch viele Jahre ins Land. Zeit, die Hans Imhoff nutzte, um die Kultur- und Industriegeschichte der Schokolade erforschen zu lassen. In dieser Zeit baute er seine Sammlung auf und erweiterte sie stetig. Nachdem seine Frau, Gerburg Klara Imhoff, im Jahr 1992 mit dem alten Hauptzollamt im Kölner Rheinauhafen den besten Standort für das Schokoladenmuseum gefunden hatte, konnte Kölns neues Wahrzeichen entstehen.Am 31. Oktober 1993 wurde das Schokoladenmuseum nach nur 13-monatiger Bauzeit eröffnet. Es wurde zu einem nie für möglich gehaltenen Erfolg der deutschenMuseumsge-schichte: Mit mehr als550.000 Besuchern im Jahr wurde es zu einer dermeistbesuchten kulturellen Institutionen in Köln. Auf mehr als 4.000m² befindet sich die umfangreichste Darstellung der Geschichte und Gegenwart des Kakaos und der Schokolade weltweit. Hier wird die Vielfalt der 5.000 jährigen Kulturgeschichte des Kakaos, aber auch die moderne Schokoladenherstellung von der Kakaobohne bis zur Praline gezeigt.Auf die Museumsgäste warten ein begehbares Tropenhaus, naturkundliche Informationen zum Kakao, Exponate der präkolumbischen Kulturen Mittelamerikas, Informationen zu Fairem Handel und Nachhaltigkeit, eine bedeutende Porzellan-und Silbersammlung aus dem Barock sowie historische Maschinen aus der Zeit der Industrialisierung. In der gläsernen Schokoladenfabrik und im Schokoladenatelier kann der Besucher erleben, wie Schokoladenprodukte industriell, aber auch ganz individuell von Hand hergestelltwerden.

Das Schokoladenmuseum bietet durch seine räumlichen Gegebenheiten einzigartige Lernmöglichkeiten. Die Umgebung ist lebendig, multisensorisch und emotional. Entdeckendes und handlungsorientiertes Lernen ist möglich. Für Kinder und Jugendliche bedeutet ein Besuch im Schokoladenmuseum Lernen ohne Anstrengung, mit Spaß und ohne Druck vonaußen. Die interaktiven Führungen und Mitmachangebote des Museums richten sich an alle Museumsgäste. Sie sind handlungsorientiert und dialogisch aufgebaut. Je nach Alter sind sie entweder auf überschaubare Themenkreise beschränkt oder beziehen sich auf zeitlich und inhaltlich komplexere Zusammenhänge, die auch den Transfer von Vorwissen benötigen.

2. Vision und Strategie

Das Schokoladenmuseum ist mit seinen über 550.000 Besucherinnen und Besuchern pro Jahr eines der größten der privat geführten Museen Deutschlands. Im Großraum Köln und Umgebung nimmt es gar die Spitzenposition aller Museen ein. Diese Beliebtheit zu erhalten ist eine der wesentlichen Zielsetzungen unserer Aktivitäten, um auch in Zukunft wirtschaftlich erfolgreich zu sein. Da das Schokoladenmuseum keinerlei öffentliche Zuwendungen oder Subventionen erhält, ist wirtschaftlicher Erfolg unser Garant für Innovation undWeiterentwicklung.

So werden wir in den kommenden Jahren unsere gesamte Ausstellung komplett erneuern undauf den neuesten Stand der Visualisierung und Museumspädagogik bringen. Dadurch sollen unsere Museumsgäste auch in Zukunft für das Thema Schokolade begeistert werden. Mit diesen Maßnahmen haben wir bereits begonnen und konnten im März 2020 unsere gläserne Schokoladenfabrik komplett erneuern. Durch die Schließung des Museums aufgrund der Corona Pandemie konnten wir sie leider nicht feierlich eröffnen.Mit der Klimaneutralität, ab dem Jahr 2019, haben wir einen entscheidenden Schritt im Rahmen unserer gesellschaftlich–ökologischen Verantwortung viel früher getan, als ursprünglich in der strategischen Ausrichtung geplant. Die Klimaneutralität haben wir durch Kompensationsmaßnahmen erreicht: unseren zurzeit nicht reduzierbaren CO2-Ausstoß mit klimapositiven Maßnahmen verbunden. Dadurch neutralisieren wir unseren CO2-Fußabdruck. Dies kann aber nur der erste Schritt sein!Mittelfristig werden wir unseren CO2-Ausstoß weiter verringern, das Fernziel bleibt „Zero Emission“. Einen Teil dieses Weges werden wir aus eigener Kraft gehen können: der Teil, der mit Effizienzsteigerungen und Verbrauchsreduzierungen verbunden ist. Entsprechende Maßnahmen sind in Vorbereitung und werden entsprechende Investitionen erfordern.Wir werden jedoch die 100% nicht erreichen, ohne die Unterstützung von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Nich weil wir nicht wollen, sondern weil die nachhaltige und CO2-freie Eigenerzeugung, insbesondere von Wärme, aufgrund der fehlenden Größe entweder ineffizient und viel zu teuer, oder aufgrund des fehlenden Platzes für das Schokoladenmuseum nicht umsetzbar ist. Insofern müssen neue Konzepte und Ideen entwickelt werden und daran beteiligen wir uns als Schokoladenmuseum. So wirken wir seit Neuesten im LEEN (Lernendes-Energie-Effizienz-Netzwerk) Köln mit, um auch hier Ideen und Einfluss weiter zu entwickeln und technische Lösungen nutzbar zumachen.

In puncto Nachhaltigkeit bleibt die Vermittlung eines Wertekanons rund um eine nachhaltige Entwicklung ein zentraler Bausteinunserer strategischen Ausrichtung. Unser Thema Schokolade eignet sich in hervorragender Weise, um das Erreichen der von den UN proklamierten SDG ́s als Voraussetzung für eine Welt mit Zukunft zu erläutern.Der Erfolg des Museums ist auch eine wesentliche Stütze für die Aktivitäten der gemeinnützigen Imhoff Stiftung für Köln. Das Museumsgebäude befindet sich im Eigentum dieser Stiftung. Sie nutzt die Mieteinnahmen desSchokoladenmuseums, um Projekte in und für Köln zu fördern. Zweck der Stiftung ist die Bereitstellung von Mitteln für Projekte zur Förderung von Wissenschaft, Forschung und Bildung sowie Kunst und Kultur in Köln. Wir sind stolz darauf, dass unser Erfolg die erfolgreiche Arbeit der Imhoff Stiftung unterstützt.

3. Unternehmensführung

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind ein wesentlicher Faktor für den Erfolg des Schokoladenmuseums. Deren Motivation, Leidenschaft und Kompetenz sorgen dafür, dass wir unsere Museumsgäste für alle Themen rund um die Schokolade begeistern können. Nur so bleiben wir langfristig erfolgreich in dem was wir tun. Der unmittelbare wirtschaftliche Erfolg unseres Museums ist die Voraussetzung für den langfristigen Bestand unserer Aktivitäten.Um dieses dauerhaft sicher zu stellen, arbeiten wir mit folgenden Prinzipien in unserer gemeinsamen Arbeit: konstruktiveZusammenarbeit Fördern undFordern offene Kommunikation und konstruktives Feedback regelmäßige und nachhaltigeWeiterbildung stetige Veränderung als Voraussetzung für Weiterentwicklung

So vielfältig wie unsere Museumsgäste, so vielfältig wollen wir auch als Arbeitgeber sein. Wir bekennen uns zur diskriminierungsfreien Vielfalt in unserem Museum. Alle Menschen, gleich welcher Dimension von Vielfalt (Nationalität oder ethnische Zugehörigkeit, Religion, Geschlecht, sexuelle Orientierung und Identität, Alter und Behinderung), sind uns herzlich willkommen. In der Unternehmensführung bekennen wir uns zu den 10 Prinzipien des Global Compact der Vereinten Nationen. Diese Prinzipien zu Menschenrechten, Arbeitsnormen, Umwelt und Korruptionsprävention gehören zum verbindlichen Wertekanon unseres Museums. In Kombination mit den 17 SDG ́s der Vereinten Nationen ergibt sich eine klare Orientierung für unser Unternehmen. Wir werden unseren Beitrag dazu leisten diesen Zielen näher zukommen

 

4. Die pädagogischen Mitarbeiter desSchokoladenmuseums

Thomas Schiffer ist der Museumspädagoge des Schokoladenmuseums und für den Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) verantwortlich.Für die Durchführung der verschiedenen Bildungsangebote beschäftigt das Schokoladenmuseum über 30 freie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dabei handelt es sich überwiegend um Studierende der unterschiedlichsten Fachrichtungen. Darunter zahlreiche Lehramtsstudierende, die aufgrund ihres Studiums für die Bildungs-und Vermittlungsarbeit des Schokoladenmuseum besonders befähigt sind.

Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gibt es ein jährliches Fortbildungsprogramm. Einen Schwerpunkt der Fortbildungen bilden die Lebens-und Arbeitsbedingungen der Kakaobauern in Westafrika, ausbeuterische Formen von Kinderarbeit und die Zerstörung von Regenwald, insbesondere in der Côte d'Ivoire und Ghana. Außerdem sind alle Maßnahmen und Projekte von Regierungen, der Zivilgesellschaft und Unternehmen, um einen fairen und nachhaltigen Kakaoanbau zu gewährleisten, regelmäßiges Thema unserer Veranstaltungen. Hinzu kommen regelmäßige Fortbildungsangebote aus dem Bereich von Didaktik und Vermittlung, wie beispielsweise Inklusion oder Leichte Sprache, sowie weitere nicht BNE-relevante Fortbildungen aus dem Themenbereich Kakao und Schokolade.

5. Klimaneutralität

Das Streben nach einem Paradigmenwechsel in der Klimapolitik hat 2019 die gesellschaftliche und politische Diskussion erheblich geprägt. Das Schokoladenmuseum hat bereits 2017 die Klimaneutralität als eines der wichtigsten Ziele des Unternehmens definiert. Unsere Zielsetzung war die Realisierung bis zum Jahr 2023.

Die erkennbare Beschleunigung der Erderwärmung, aber auch die kontroverse öffentliche Diskussion hat uns motiviert dieses Ziel bereits 2019 umzusetzen. Es war uns wichtig ein Zeichen zu setzen, dass ein „weiter so“ keine Alternative für die Zukunft unseres Planeten ist.

Der Weg zur Klimaneutralität

Eine Klimaneutralität kann vom Schokoladenmuseum aktuell nur durch die Kompensation der emittierten Treibhausgase erreicht werden. Die dafür erforderliche Bestandsaufnahme der Emissionen erfolgte nach den anerkannten Prinzipien des Greenhouse Gas Protocol (GGP). Dazu wurden alle relevanten Treibhausgasemissionen im Rahmen der Wertschöpfungskette des Schokoladenmuseums analysiert und mithilfe anerkannter Faktoren (Umweltbundesamt, DEFRA-Großbritannien) in CO2-Äquivalente umgerechnet. Dabei wurden alle Emissionen der Scopes 1 und 2, sowie Teile des Scopes 3 berücksichtigt. Insbesondere wurde die im Schokoladenmuseum produzierte Schokolade komplett erfasst und klimaneutral gestellt.

Aus der Addition aller relevanten Emissionen errechnet sich für das Schokoladenmuseum ein zu kompensierender CO2-Ausstoß von 502 Tonnen CO2 für das Jahr 2019. Zur Kompensation möglicher nicht erfasster CO2- Emissionen wurde ein Aufschlag von 10% auf diese Summe getätigt und somit die zu kompensierende CO2 Menge von 552 Tonnen CO2 errechnet.

Kompensation

Die Kompensation erfolgte mit unserem Partner Plant for the Planet (siehe Anhang). Über diese Organisation haben wir ein Kombizertifikat erworben. Dieses Zertifikat besteht aus folgenden Maßnahmen:

1.   Stilllegung von erworbenen Emissionsminderungszertifikaten für 552 Tonnen CO2

-              Projekt: Windenergie

-              Projektstandard: Gold

-              Projekt Verifizierung: TÜV Süd

-              Projektstatus: VER (Verified Emissions Reductions), zertifiziert

2.   Pflanzung von 2.760 Bäumen (5 Bäume/t CO2) auf dem stiftungseigenen Grund der Plant for the Planet Foundation in Yukatan, Mexiko.

3.   Sponsoring der Durchführung von Akademien (siehe Bildungsangebote) und der kontinuierlichen Betreuung von Botschaftern für Klimagerechtigkeit

Damit erreichen wir die Klimaneutralität des Schokoladenmuseums und darüber hinaus einen positiven Beitrag zur Klimagerechtigkeit und Neutralisation von CO2.

Klimapositiv

Über die Kompensation hinaus haben wir entschieden einen weiteren Beitrag zur Reduzierung des weltweiten CO -Anstiegs zu leisten. Mit Plant for the Planet pflanzen wir zusätzlich pro Jahr etwa 33.500 Bäume im mexikanischen Yukatan. Damit erreichen wir zusätzlich erhebliche Co-Benefits zu einer nachhaltigen Entwicklung für die Menschen vor Ort. Eine weitere Maßnahme, die zur Erreichung der 17 Ziele der UN für nachhaltige Entwicklung beiträgt. Nicht zuletzt wollen wir damit unsere Partner, Freunde und natürlich unsere Museumsgäste animieren ebenfalls Schritte in Richtung Klimaneutralität zu tun.

Perspektive

Unabhängig von der Kompensation unseres CO -Ausstoßes wollen wir mit technischen Maßnahmen unseren Energieverbrauch – und damit unseren CO - Ausstoß - reduzieren. Wir planen in den kommenden zwei Jahren die technische Gebäudeinfrastruktur in weiten Teilen zu erneuern und damit sowohl Kosten als auch Verbrauch signifikant zu verringern. Die bestehende Infrastruktur ist größtenteils 27 Jahre alt und bietet ein erhebliches Verbesserungspotential.

6. Bildung für nachhaltie Entwicklung (BNE)

Unser Anspruch

Im Herbst 2015 haben die vereinten Nationen eine globale Nachhaltigkeitsagenda verabschiedet. Das Ziel der Agenda 2030 ist die Schaffung einer friedlichen und nachhaltigen Gesellschaft. Den Kern der Vereinbarung bilden die 17 Nachhaltigkeitsziele (SDGs), die die Bereiche aufführen, in denen nachhaltige Entwicklung gestärkt und verankert werden muss. Dazu gehören beispielsweise „Keine Armut“, „Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum“,  „Nachhaltiger  Konsum und Produktion“ oder „Maßnahmen  zum  Klimaschutz“. Von besonderer Bedeutung ist das Ziel "Hochwertige Bildung“, das die Grundlage für das Erreichen aller anderen Ziele ist.

Das Ziel von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) ist es, über ökonomische, ökologische und soziale Zusammenhänge zu informieren. Dadurch sollen Menschen befähigt werden, verantwortungsvoll zu entscheiden und zu handeln.

BNE ist fester Bestandteil des Museumsleitbildes und die Grundlage unserer pädagogischen Arbeit. In unseren Bildungsangeboten und Ausstellungen werden unsere Museumsgäste über die Arbeits- und Lebensbedingungen der Kakaobäuerinnen und -bauern informiert. Wir erläutern die ökologischen Folgen des Kakaoanbaus und das weiterhin ungelöste Problem der ausbeuterischen Kinderarbeit.

Wir möchten es aber nicht bei der Darstellung der Probleme belassen. Anhand aktueller Beispiele zeigen wir, wie Unternehmen sowie staatliche und private Organisationen darauf hinarbeiten, die aktuelle Situation zu verbessern und die Ziele für eine nachhaltige Entwicklung zu erreichen. Dabei versuchen wir unseren Gästen zu vermitteln, was wir alle zu einer Verbesserung der Situation beitragen können.

Wir im Schokoladenmuseum sehen unsere Bildungsarbeit zum Thema nachhaltige Entwicklung als wesentlichen Teil unseres gesellschaftlichen Engagements für eine Welt mit Zukunft.

Leitbild Schokoladenmuseum

Im Rahmen der Agenda 2030 haben die Vereinten Nationen 17 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung definiert. Dazu gehören beispielsweise: Kein Hunger, menschenwürdige Arbeit, nachhaltiger Konsum und Produktion und Maßnahmen zum Klimaschutz. Wir im Schokoladenmuseum fühlen uns verpflichtet unseren Beitrag zur Erreichung dieser Ziele zu leisten.

Unsere Bildungsangebote

BNE ist die Grundlage aller unserer Bildungsangebote. Um eine vertiefende und dauerhafte Beschäftigung mit dem Thema Nachhaltigkeit zu ermöglichen, strebt das Schokoladenmuseum langfristige Bildungspartnerschaften mit Schulen an. Dabei wird der Museumsbesuch im Unterricht inhaltlich vor- und nachbereitet. Im Rahmen unserer Möglichkeiten unterstützen wir Lehrerinnen und Lehrer bei der Unterrichtsgestaltung und kommen bei Bedarf sogar in die Schule. Auf diese Weise versucht das Schokoladenmuseum den hohen Ansprüchen von BNE gerecht werden. Es geht schließlich nicht um die Vermittlung von reinem Faktenwissen, sondern um das Erkennen von Zusammenhängen und damit die Ermöglichung von selbständigem nachhaltigem Handeln. Dazu ist eine längerfristige und intensivere Beschäftigung mit dem Thema notwendig.

Themenführung „Nachhaltig & fair – Schokolade & Kakao“

Während der einstündigen Führung lernen die Schülerinnen und Schüler die Arbeits- und Lebensbedingungen der Bäuerinnen und    Bauern im westafrikanischen Kakaosektor kennen. Sie sprechen über die ökologischen Folgen des Kakaoanbaus, über Armut, Kinderarbeit und den Welthandel. Dabei diskutieren Sie gemeinsam über Lösungsmöglichkeiten und besprechen, welchen Beitrag wir alle zur Verbesserung der Lage leisten können.

Fortbildungen für Lehrerinnen und Lehrer

Das Schokoladenmuseum bietet regelmäßig kostenlose Fortbildungen für Lehrerinnen und Lehrer an. Neben kulturgeschichtlichen Veranstaltungen sind Fortbildungen zum Themenbereich Nachhaltigkeit fester Bestandteil unseres pädagogischen Angebots. Dabei geht es uns nicht nur um Inhalte, sondern auch um die Frage, wie diese interessant und spannend vermittelt werden können. Die Durchführung unserer Fortbildungen geschieht in der Regel in Zusammenarbeit mit unseren Bildungspartnern, wie beispielsweise der Tropenwaldstiftung OroVerde oder dem Südwind-Institut.

Unser aktuelles Fortbildungsangebot:

  • Schokolade – ein Genuss für alle? Fairer Handel und Nachhaltigkeit am Beispiel von Kakao und Schokolade
  • Kolonialware Kakao – Imperialismus und Kolonialismus am Beispiel von Kakao und Schokolade

Unsere Bildungspartnerschaften

Das Schokoladenmuseum bietet Schulen die Möglichkeit einer langfristigen und nachhaltigen Zusammenarbeit. Dabei besprechen wir gemeinsam mit den Lehrerinnen und Lehrern, wie das Thema Nachhaltigkeit am Beispiel von Kakao und Schokolade sinnvoll in den Lehrplan aufgenommen werden kann. Wir entwickeln passgenaue Lernangebote, deren fester Bestandteil immer auch ein Besuch des Schokoladenmuseums ist.

Seit 2018 konnten bereits drei Bildungspartnerschaften geschlossen werden, weitere sind in Vorbereitung.

  • Offene Schule Köln (OSK, siehe Anhang)
  • Hildegard-von-Bingen-Gymnasium Köln
  • Prismaschule – Städtische Gesamtschule Langenfeld

Veranstaltungen

Auch im Jahr 2019 wurden wieder zahlreiche Veranstaltungen mit BNE-Bezug durchgeführt. Im Mittelpunkt standen die Themenwoche „Schokolade und Kakao – nachhaltig und fair!“ sowie die internationale Fachtagung

„Agroforstsysteme: Chancen und Grenzen für den Kakaosektor“. Ein weiterer Höhepunkt war die Präsentation der Sonderausstellung „Bittere Bohne – süßes Vergnügen“.

Internationale Grüne Woche

Als Mitglied des Forums Nachhaltiger Kakao war das Schokoladenmuseum auch 2019 wieder auf der Internationalen Grünen Messe in Berlin vertreten. Mitarbeiterinnen des Museums informierten über die schwierigen sozialen Verhältnisse im Kakaoanbau und stellten aktuelle Projekte und Initiativen vor, die sich um einen nachhaltigeren Kakaoanbau bemühen. In Vorträgen wurde die gesamte Wertschöpfungskette von der Kakaobohne bis hin zur fertigen Tafel Schokolade vorgestellt.

Themenwoche „Schokolade und Kakao – nachhaltig und fair!“

Seit 2018 veranstaltet das Schokoladenmuseum jährlich eine Themenwoche Nachhaltigkeit und Fairer Handel. Diese wird gemeinsam mit „Plant for the Planet“ und „Engagement Global“ organisiert und findet immer Ende Mai/Anfang Juni im Rahmen der Europäischen Nachhaltigkeitswoche statt. Während der Veranstaltung werden zahlreiche Führungen und Workshops angeboten. Außerdem berichten verschiedene Organisationen und Initiativen über nachhaltige Kakao- und Schokoladenprojekte.

Sonderausstellung „Bittere Bohne – süßes Vergnügen“

Von Juli 2019 bis Januar 2020 wurde die Sonderausstellung „Bittere Bohne – Süßes Vergnügen?“ gezeigt. Die Ausstellung setzt sich kritisch mit den sozialen und ökologischen Folgen des Kakaoanbaus auseinander. Sie zeigt aber auch, wie eine nachhaltige Kakaoerzeugung und Schokoladenherstellung aussehen kann. Die Ausstellung wurde vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), mit fachlicher Unterstützung des Schokoladenmuseums entwickelt. Ab Januar 2020 geht die Ausstellung auf Wanderschaft.

Fachtagung „Agroforstsysteme: Chancen und Grenzen für den Kakaosektor“ Auch im Jahr 2019 wurde wieder eine internationale Fachtagung zum Thema Kakao und Nachhaltigkeit durchgeführt. Die diesjährige Tagung beschäftigte sich mit den Möglichkeiten nachhaltiger Anbaumethoden für Kakao, sogenannte Agroforstsysteme. Diese bieten bessere Einkommensmöglichkeiten und minimieren negative ökologische Auswirkungen. Teilgenommen haben Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und der Zivilgesellschaft. Die Tagung wurde gemeinsam mit der „Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ)“ und dem „Südwind-Institut“ organisiert.

FairTradeNight

Am 26. September 2019 fand unter der Schirmherrschaft der Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker die fünfte FairTradeNight im VHS Forum Köln statt. Das Ziel der Veranstaltung ist es, den Fairen Handel in Köln zu stärken und das Thema weiter in die Öffentlichkeit zu tragen. Das Schokoladenmuseum nahm auch in diesem Jahr wieder teil und informierte über Armut und Kinderarbeit im Kakaosektor. Außerdem stellten wir interessierten Besucherinnen und Besucher unsere Bildungsarbeit vor.

Fair begegnen – fair gestalten

Vom 18. bis 20. September kamen in Köln rund 1.000 Vertreter von Kommunen und Städten, Schulen, Universitäten, Unternehmen sowie Verbänden zusammen, um sich über den Fairen Handel auszutauschen. Anlass war die Preisverleihung des Wettbewerbs „Hauptstadt des Fairen Handels“ sowie das 10-jährige Jubiläum der Kampagne Fairtrade-Towns. Mitarbeiterinnen des Schokoladenmuseums informierten während der Veranstaltung über die Arbeits- und Lebensbedingungen im Kakaoanbau. Außerdem wurde ein Workshop zum Thema Kolonialismus am Beispiel von Kakao angeboten.

Akademie zum Botschafter für Klimagerechtigkeit

In Zusammenarbeit mit Plant for the Planet wurde in diesem Jahr erstmals eine Kinder-Akademie durchgeführt. Fast 60 Kinder im Alter zwischen 9 und 12 Jahren wurden zu Klimabotschaftern ausgebildet. Das ganztägige Programm umfasste mehrere Vorträge und Workshops, darunter ein Rhetorik- Training.

7. Unsere Partner

Nur durch die Zusammenarbeit mit anderen Organisationen und Initiativen, können wir langfristig erfolgreich sein. Eine intensive Zusammenarbeit mit allen, die sich für das Thema nachhaltige Entwicklung engagieren, ist für uns selbstverständlich.

Im Jahr 2019 wurden u.a. mit folgenden Organisationen gemeinsame Projekte verwirklicht:

Strategische Partner

Die strategischen Partner des Schokoladenmuseums sorgen gemeinsam mit uns dafür, dass der Besuch im Schokoladenmuseum ein unvergessliches Erlebnis wird.

Lindt & Sprüngli

Seit 2006 ist Lindt und Sprüngli unser Partner. Wir sind stolz, das Weltunternehmen der Schokolade als unseren Partner zu haben. Technische Kompetenz und Liebe zum Detail führen letztlich zu den wunderbaren Produkten dieser Qualitätsmarke. Diese Leidenschaft vermittelt Lindt und Sprüngli unseren Museumsgästen durch die Maître Chocolatiers in unserer Produktion. Das Unternehmen engagiert sich in bemerkenswerter Weise um Nachhaltigkeit in der Wertschöpfungskette.

www.lindt.de/nachhaltigkeit

Chocolat Shop

Zum Erlebnis des Schokoladenmuseums gehört auch der Kauf außergewöhnlicher Produkte. Unser Partner Hussel präsentiert ein umfangreiches, hochwertiges Schokoladensortiment, das schon alleine einen Museumsbesuch wert ist.

CHOCOLAT Grand Café

Mit einem speziell auf das Schokoladenmuseum abgestimmten gastronomischen Angebot bietet das CHOCOLAT Grand Café einen genussvollen Abschluss des Museumsbesuchs. Einzigartige Schokoladenkreationen aber auch schokoladige Angebote für die ganze Familie tragen zu einem wunderbaren Erlebnis bei.

Eventgastronomie im Schokoladenmuseum

Ein einzigartiger Ort, eine einzigartige Gastronomie. Unsere Partner aus der Eventgastronomie macht Ihre Feier im Schokoladenmuseum zu einem unvergesslichen Höhepunkt. Das Schokoladenmuseum ist stolz immer wieder der Ort hochwertiger Veranstaltungen zu sein.

Unsere Partner im Bildungsbereich

Engagement Global. Service für Entwicklungsinitiativen
Engagement Global informiert und berät Einzelpersonen, Zivilgesellschaft, Kommunen,    Schulen,    Wirtschaft    und    Stiftungen    in    Deutschland    zu entwicklungspolitischen Vorhaben und fördert diese finanziell. www.engagement-global.de

Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Das   BMZ ist für die Koordination der internationalen Entwicklungs- zusammenarbeit der Bundesrepublik Deutschland verantwortlich. Um die praktische Durchführung von Maßnahmen kümmert sich unter anderem die Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ). www.bmz.de

Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ)

Die GIZ engagiert sich in der internationalen Zusammenarbeit für nachhaltige Entwicklung. Das Bundesunternehmen ist in der Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung aktiv, beschäftigt sich mit Energie- und Umweltthemen sowie der Förderung von Frieden und Sicherheit. www.giz.de

Südwind-Institut

Das Südwind-Institut forscht und handelt für gerechte Wirtschafts- beziehungen. Es entwickelt Instrumente und Handlungsmöglichkeiten für entwicklungspolitische Organisationen, Kirchen, Gewerkschaften, Politik und Unternehmen. www.suedwind-institut.de

OroVerde – Die Tropenwaldstiftung

Die Tropenwaldstiftung OroVerde (=span. "Grünes Gold") setzt sich für den Erhalt der tropischen Regenwälder ein. Neben Regenwaldschutz und Entwicklungszusammenarbeit vor Ort, engagiert sich die Stiftung in Bildungsprojekten in Deutschland und gibt Empfehlungen an Politik, Gesetzgebung und Unternehmen. www.regenwald-schuetzen.org

Plant-for-the-Planet

www.plant-for-the-planet.org

8. Auszeichnungen

Um die Qualität unserer Bildungsangebote sicherstellen zu können, hat sich das Schokoladenmuseum seit 2018 zwei Zertifizierungsprozessen unterzogen. Dabei wurde das bestehende Bildungsangebot kritisch überprüft und zukünftige Ziele im Bereich BNE festgelegt. Die Einhaltung dieser Ziele wird regelmäßig kontrolliert und in einem jährlichen Nachhaltigkeitsbericht dokumentiert.

Wir im Schokoladenmuseum sind innovativ und streben immer wieder nach Verbesserung des Erreichten.

Leitbild Schokoladenmuseum

NUA Natur- und Umweltakademie NRW

Im Dezember 2018 wurde das Schokoladenmuseum als erstes Museum zum Thema BNE zertifiziert. Die Auszeichnung erfolgte durch die Natur- und Umweltschutzakademie in Remscheid. Der Zertifizierungsprozess dauerte über ein Jahr und erstreckte sich nicht nur auf die Bildungsangebote, sondern auch auf die Qualifizierung der im Bildungsbereich tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Auch die Organisationsstruktur und das Gebäudemanagement wurden dabei in den Blick genommen.

UNESCO-Weltaktionsprogramm Bildung für nachhaltige Entwicklung

Lernort mit Auszeichnungen

Im Oktober 2019 wurde das Schokoladenmuseum für seine „herausragende Arbeit“ zur strukturellen Verankerung von Bildung für nachhaltige Entwicklung von der Deutschen UNESCO-Kommission ausgezeichnet.

Statement der Jury zur Auszeichnung:

„Das Schokoladenmuseum Köln hat sich dazu verpflichtet, für seine Besucher und Besucherinnen auch die sozialen, ökonomischen und ökologischen Aspekte der Lieferkette von Schokolade erfahrbar zu machen. In jährlich 3.500 Führungen, Seminaren und Kursen wird zielgruppengerecht zum Nachdenken über Nachhaltigkeitsaspekte angeregt. Die Transformation des Schokoladenmuseums zu einem Lernort der Bildung für nachhaltige Entwicklung hat starken Vorbildcharakter!“

9. Über diesen Bericht

Dieser Nachhaltigkeitsbericht ist der erste Bericht seiner Art durch die Schokoladenmuseum Köln GmbH. Wir haben uns selbst verpflichtet, diesen Bericht in jährlicher FoDieser Nachhaltigkeitsbericht ist der erste Bericht seiner Art durch die Schokoladenmuseum Köln GmbH. Wir haben uns selbst verpflichtet, diesen Bericht in jährlicher Folge als Fortschrittsbericht unseren Stakeholdern zur Verfügung zu stellen.

Erscheinungsdatum dieses Berichts ist der 15.07.2020, bedingt durch die Corona Pandemie 3 Monate später als geplant. Er berichtet, sofern nicht anders erwähnt, über den Zeitraum vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019. Wir wollen darüber informieren welche Fortschritte das Unternehmen im Hinblick auf wesentliche Aktivitäten zum nachhaltigen Handeln und Wirtschaften erreicht hat.

Wir freuen uns über konstruktive Kritik und wertvolle Hinweise! Sie erreichen uns per Mail unter: nachhaltigkeit@schokoladenmuseum.de

10. Anhang

Die Offene Schule Köln (OSK)

Im Jahr 2018 wurde mit der Offenen Schule Köln, eine erste Bildungspartnerschaft vereinbart. Die OSK ist eine inklusive Gesamtschule in freier, privater Trägerschaft. Der Unterricht erfolgt in altersgemischten Gruppen und orientiert sich am Prinzip der individuellen Förderung. Dieses beinhaltet die Erstellung individueller Lern- und Entwicklungspläne. Die Kooperation umfasst Führungen zum Thema Nachhaltigkeit und Unterrichtsbesuche der pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Schokoladenmuseums.

Mittlerweile haben mehrere Schul- und Projektklassen der Offenen Schule Köln das Schokoladenmuseum besucht. Dabei wurden Führungen mit dem Themenschwerpunkt Nachhaltigkeit durchgeführt sowie Projektstunden, die im ersten Teil aus einer Führung und im zweiten Teil aus vertiefenden Aufgaben bestanden. Die eine Projektgruppe beschäftigte sich mit dem Themenschwerpunkt Klimawandel, die andere Projektgruppe mit dem Thema Verpackungen. Beide Themen wurden beispielhaft am Kakao und Schokolade erarbeitet.

Die Kooperation wird 2020 um zwei weitere Jahre verlängert. Dabei sind weitere gemeinsame Projekte und Führungen geplant.

Plant-for-the-Planet

Die Stiftung wurde im Jahr 2007 von dem damals erst neunjährigen Felix Finkbeiner und seinem Vater Frithjof Finkbeiner gegründet. Plant-for-the- Planet hat sich zum Ziel gesetzt, mindestens 1.000 Milliarden Bäume zu pflanzen, um den Klimawandel zu bekämpfen. Darüber hinaus versucht die Stiftung, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen, das Bewusstsein für die ökologischen und sozialen Probleme, wie Armut und Klimawandel, zu schaffen.

Das Schokoladenmuseum unterstützt die Aktivitäten von Plant-for-the- Planet, indem es jährlich 33.300 Bäume auf der Halbinsel Yukatan in Mexiko pflanzen lässt. Darüber hinaus werden gemeinsame Veranstaltungen durchgeführt, bei denen jugendliche Klimabotschafter im Schokoladenmuseum über den Klimawandel und mögliche Gegenmaßnahmen informieren. Im Jahr 2019 wurde erstmals eine Kinder-Akademie durchgeführt, bei der fast 60 Kinder im Alter zwischen 9 und 12 Jahren zu Klimabotschafterinnen und Klimabotschaftern ausgebildet wurden. Für die kommenden Jahre sind weitere Akademien geplant.

www.plant-for-the-planet.org

Fortbildungsprogramm 2019

Arbeits- und Lebensbedingungen in den Kakaoanbauländern Die Kolonialgeschichte der Schokolade

Museumspädagogischer Fortbildungstag – Das pädagogische Konzept des Museums

Besuch des Botanischen Gartens (Tropicariums) der Bayer AG in Monheim

Besuch der Ausstellung/Sammlung der Abteilung für Altamerikanistik der Universität zu Bonn

Vertrieb von Schokolade und Werbestrategien in den 1960 bis 1990er Jahren Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)

Was ist überhaupt „gute“ Schokolade? Was ist Fairtrade?

11. Daten und Fakten

 

2018

2019

Differenz 2018/2019 in %

Museumsgäste

548.781

575.054

+4,7

Gesamt Gruppenangebote

3.936

3.678

-6,6

davon Führungen

2.455

2269

-7,6

davon Nachhaltigkeitsführungen

158

310

+96,2

Energieverbrauch

2.382.787 kWh

1.923.926 kWh

-19,3

Energieverbrauch pro Besucher

4,34 kWh

3,35 kWh

-22,8

davon Strom (100% Öko Strom)

1.435.656 kWh

1.124.495 kWh

-21,6

davon Wärme

957.131 kWh

799.431 kWh

-16,5

Schokoladenproduktion

173.953 kg

175.178 kg

+0,7

davon für Museumsgäste

16.463 kg

17.251 kg

+4,8

Wasserverbrauch

8.063 m3

8070 m3

+0,1